DEKRA Automobil GmbH

DEKRA ist nicht nur eine der weltweit führenden Expertenorganisationen, sie ist außerdem langjähriger Partner der Automobil Ausstellung Darmstadt, die man seitens der DEKRA auch in diesem Jahr wieder mit viel Engagement unterstützt. Das Unternehmen ist heute in 29 Ländern West- und Osteuropas sowie in den USA, in Brasilien, Nord- und Südafrika, Israel, Japan und China präsent. Mehr als 21.000 Mitarbeiter sorgen nachhaltig für Sicherheit, Qualität und Umweltschutz. Die DEKRA AG ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des DEKRA e.V. und verantwortet das operative Geschäft des Konzerns. Die DEKRA Ge-schäftsfelder „Automotive“, „Industrial“ und „Personnel“ stehen für qualifizierte und innovative Dienstleistungen rund um Themen wie Fahrzeugprüfungen, Gutachten, internationale Schadenregulierung, Consulting, Industrie-Prüfdienstleistungen, Produktprüfungen, Zertifizierungen, Umweltschutz, Qualifizierung, Zeitarbeit sowie Out- und Newplacement. In 2009 erzielte DEKRA einen Umsatz in Höhe von rund 1,7 Milliarden Euro.

Erleben und erfahren Sie DEKRA im Video…

Ecofahrregeln

Regeln für verbrauchsoptimierte Fahrweise
Laut DEKRA können Autofahrer den Kraftstoffverbrauch am effektivsten senken, wenn sie die verfügbare Eco-Technik mit den Regeln einer ökonomischen Fahrweise verbinden. Mit einer neuen Fahrkultur lässt sich der Kraftstoffverbrauch dauerhaft um bis zu 20 Prozent verringern.
DEKRA nennt die wichtigsten Regeln für verbrauchsoptimiertes Fahren:

– Zügig beschleunigen und früh hochschalten, dann untertourig fahren.

– Vorausschauend fahren, die Geschwindigkeit an den Verkehrsfluss anpassen, gleichmäßig fahren und das Fahrzeug rollen lassen.

– Um langsamer zu fahren die Schubabschaltung, die den Verbrauch auf Null drosselt, nutzen. Daher den Fuß vollständig vom Gas nehmen, den Gang aber eingelegt lassen.

– Reifenfülldruck kontrollieren und anpassen. Ein um 0,5 bar zu niedriger Reifendruck erhöht den Spritverbrauch um rund 5 Prozent.

– Zusatzaggregate bewusst einsetzen. Klimaanlage, Sitzheizung, Heckscheibenheizung etc. können den Benzindurst stark erhöhen.

– Aerodynamik nicht beeinflussen. Dachaufbauten nach Gebrauch wieder entfernen.

– Routenplanung optimieren. Nicht zu Stoßzeiten fahren und Strecken mit geringerem Verkehrsaufkommen wählen.

– Regelmäßige Wartung. Verschmutzte Luftfilter und abgenutzte Zündkerzen kosten Kraftstoff und erhöhen die Schadstoffemissionen.

Eco-Technik allein reicht nicht

Autos mit Eco-Technik sind den Standardmodellen in allen Fahrsituationen in punkto Kraftstoffverbrauch überlegen. Bei einem Praxistest der DEKRA Automobil verringerten Eco-Features wie Start-Stopp-Automatik, lange Achs-/Getriebeübersetzung, verbesserte Aerodynamik & Co. den Spritkonsum unter Alltagsbedingungen um bis zu 7,7 Prozent. Größere Einsparpotenziale ergeben sich, wenn die Eco-Technik mit der Eco-Fahrweise kombiniert und das Auto schon beim Kauf eng an das Nutzungsprofil des Fahrers anpasst wird. Ein Eco-Training senkt die Kraftstoffkosten im Schnitt um 10 bis 20 Prozent.
„So lange Elektroautos noch nicht in größerer Zahl über die Straßen rollen, müssen wir deutlich sparsamer mit Kraftstoff umgehen“, sagte Clemens Klinke, Mitglied des Vorstands der DEKRA AG und Leiter der Business Unit DEKRA Automotive auf der Messe AMI in Leipzig. „Dies verlangt mehr Effizienz im Umgang mit Kraftstoff, vor allem durch Eco-Technik und verbrauchsoptimierte Fahrweise. Auch die Einführung von Wechselkennzeichen für abgasarme Zweitwagen oder Elektroautos gibt wichtige Impulse für die Verbreitung sauberer Autos.“
Bei den DEKRA Tests traten die Eco-Versionen deutscher Autos gegen ihre jeweiligen Standardmodelle an. Auf einem 114 km langen Rundkurs, der zu je einem Drittel durch Stadtverkehr, über Landstraßen und Autobahnen führte, verbrauchten die Eco-Modelle weniger Kraftstoff als die Standardausführungen. Mit einer Einsparung von 0,3 bis 0,7 Litern pro 100 km fiel die Differenz allerdings geringer aus als vom Hersteller angegeben. Konnten die Standardfahrzeuge den jeweiligen EG-Verbrauch unterbieten, verfehlten die Eco-Fahrzeuge die Normwerte knapp. Der Aufpreis für das Eco-Paket lässt sich im günstigsten Fall in vier Jahren mit einer Fahrleistung von rund 26.000 km amortisieren. Für Klima und Umwelt rechnen sich die Eco-Pakete auf jeden Fall.

Ecotechnik im DEKRA-Test

Um das Potenzial für Verbrauchseinsparungen mit derzeit am Markt verfügbaren Fahrzeugen zu ermitteln, nahm DEKRA das Verbrauchsverhalten von Eco-Autos und Standardmodellen bei Verbrauchsmessfahrten genauer unter die Lupe. Die Eco-Varianten hatten die derzeit verfügbaren Spritspartechniken an Bord: Start-Stopp-Automatik, längere Achs- und Getriebeübersetzung, optimierte Kraftstoffeinspritzung, Downsizing des Motors, Schaltpunktanzeige usw.
DEKRA schickte bei den Testfahrten drei Modelle jeweils in einer Eco- und Stan-dardausführung zur gleichen Zeit auf die gleiche Strecke: Opel Insignia, Mercedes S-Klasse und VW Passat. Beim Opel Insignia standen sich das Eco-Modell 2.0 CDTI ecoFlex und der normale 2.0 CDTI ecoTEC (beide 118 kW) gegenüber, in der Mercedes S-Klasse traten der S 400 Hybrid (205 + 15 kW / 385 Nm) und der S 350 (200 kW / 350 Nm) gegeneinander an, beim VW Passat trafen der 1.6 TDI Blue Motion (77 kW) und der 2.0 TDI (81 kW) aufeinander.
Als Fahrstrecke wählten die Sachverständigen einen 114 Kilometer langen Rundkurs um Stuttgart mit einem Höhenunterschied von insgesamt 1134 Metern und je einem Drittel Stadtverkehr, Landstraßen sowie Autobahnen. Bei allen Fahrten verbrauchten die Eco-Modelle weniger Kraftstoff als die Standardausführungen. Allerdings fiel die Differenz geringer aus als vom Hersteller in den EG-Verbrauchswerten angegeben. Der Verbrauchsvorteil der Eco-Versionen betrug 5,4 und zweimal 7,7 Prozent.
Die aktuelle Eco-Technik, so ein Ergebnis der DEKRA Untersuchung, hilft in realen Fahrsituationen, sparsamer mit Kraftstoff umzugehen, allerdings ist der Spareffekt begrenzt, da die Tests deutlich machten, dass der Fahrer einen großen Einfluss auf den Kraftstoffverbrauch ausübt. Der Fahrer muss die angebotenen Eco-Funktionen akzeptieren und bewusst einsetzen, sonst verringert sich der mögliche Verbrauchsvorteil deutlich.
Die Spartechnologien im Auto können den Grundbedarf an Kraftstoff nur in bestimmten Grenzen senken. Sie ändern nichts daran, dass sich Größe, Gewicht und cw-Wert eines Fahrzeugs maßgeblich auf den Verbrauch auswirken.
Wer auf Eco-Technik setzt, leistet einen Beitrag zum Klimaschutz, darf aber zumindest bei den getesteten Fahrzeugen keinen spürbaren finanziellen Vorteil davon erwarten, da die eingesparten Kraftstoffkosten nicht groß genug sind, um die Mehrkosten für die Eco-Ausstattung bei durchschnittlichen Fahrleistungen in einem überschaubaren Zeitraum zu amortisieren. Doch für Klima und Umwelt rechnen sich die Eco-Pakete in jedem Fall.

DEKRA Automobil GmbH
Otto-Röhm-Straße 64
64293 Darmstadt

Tel.: 06151/959580
www.dekra.de