Wissenschaftsstadt Darmstadt

Schon der Beiname “Wissenschaftsstadt” verrät, welche Anstrengungen in Darmstadt unternommen werden, um den Weg in eine nachhaltige und fortschrittliche Zukunft zu ebnen. Hier können Sie sich über wissenschaftliche Projekte in Darmstadt informieren, und da gerade die Forschung im Bereich Mobilität eng an die Lebenswirklichkeit der Menschen gekoppelt ist, macht es auch Sinn, einen Blick auf unser Verkehrsverhalten zu werfen, das natürlich entscheidend ist für zukünftige Lösungen.

Eine Zustandsanalyse: Unser Verkehrsverhalten unter der Lupe

Ein Viertel aller Wege in Darmstadt und Umgebung werden zu Fuß zurückgelegt, innerhalb der Stadtgrenzen sind es gar ein Drittel aller Wege. Zwar gibt es in der Darmstädter City eine Fußgängerzone sowie verkehrsberuhigte Zonen im gesamten Stadtgebiet, dennoch treten immer wieder Probleme aufgrund von zugeparkten Bürgersteigen, fehlenden Überwegen, langen Wartezeiten an den Ampeln oder generell hohem Verkehrsaufkommen auf.

Zu diesem Verkehr gehören auch die Fahrradfahrer, die in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen haben. Fast 15% aller Wege werden inzwischen auf dem Fahrrad zurückgelegt, innerhalb der Stadtgrenzen sind es fast 20%. Die Analyse der wichtigsten Radverkehrsverbindungen hat jedoch gezeigt, dass noch kein geschlossenes Netz vorhanden ist und dass Teile des Netzes deutliche Mängel aufweisen. Fast ein Drittel der untersuchten Radverkehrsverbindungen sind mit deutlichen Sicherheits- und Komfortmängeln behaftet.

Durch die öffentlichen Verkehrsmittel ist das Stadtgebiet fast flächendeckend erschlossen (Einzugsbereich der Haltestellen: 300 m in der Kernstadt, 500 m in den äußeren Stadtteilen). Das radial auf den Luisenplatz ausgerichtete städtische ÖPNV System erreicht in der Regel einen 15-Minuten-Takt und wird für ca. 14% aller Wege genutzt. Allerdings sind einzelne Stadtteile insbesondere abends nur teilweise angebunden, und auch wichtige Stadt-Umland-Beziehungen werden nur unzureichend bedient.

Etwa 36,8% aller Wege in und um Darmstadt werden mit dem KFZ erledigt, wobei nur 8% als Durchgangsverkehr auftritt. Ein Viertel aller Fahrten werden innerhalb der Stadt unternommen (Binnenverkehr). Allerdings kommt es innerhalb des städtischen Straßennetzes zu den morgendlichen und abendlichen Hauptverkehrszeiten immer wieder zu Überlastungserscheinungen.

Zur Zeit werden verschiedene Ergänzungen im Straßennetz diskutiert, die bei der weiteren Bearbeitung des Verkehrsentwicklungsplans behandelt werden. Zur Beschleunigung des ÖPNV wurden in den letzten Jahren an vielen Ampeln Vorrangschaltungen für Bahnen und Busse eingerichtet, und auch darüber hinaus soll an den vorhandenen Ansatzpunkten weiter angeknüpft werden. So auch hinsichtlich des Radverkehrs, für den ein geschlossenes Hauptverkehrsnetz mit einer komfortablen und sicheren Wegeführung geschaffen werden soll. Und durch eine Stärkung der Stadtteilzentren und deren Erreichbarkeit sowie die Sicherung ausreichend breiter Gehwege und durch bessere Angebote zum Überqueren von Hauptverkehrsstraßen will man letztlich auch die Wege für Fußgänger weiter ausbauen und sichern.